Deutsche Post DHL Geschäftsbericht 2013

Geschäftsbericht 2013

Ertragslage

Auszug aus dem Konzerngeschäftsbericht 2013 der Deutsche Post AG

Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage
 
        2012   2013
Umsatz   MIO €   55.512   55.085
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT)   MIO    2.665   2.861
Umsatzrendite1   %   4,8   5,2
Konzernjahresergebnis2   MIO   1.640   2.091
Ergebnis je Aktie3     1,36   1,73
Dividende je Aktie     0,70   0,804
  1. EBIT ÷ Umsatz
  2. 2 Nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen, Vorjahreszahl angepasst
  3. 3 Unverwässert, Vorjahreszahl angepasst
  4. 4 Vorschlag

 

Portfolio und Berichtsweise geändert

Seit dem 1. Januar 2013 sind die Änderungen zu IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ umzusetzen. Dies hat sich zum Teil erheblich auf die bilanzielle Abbildung von Pensionsplänen und Altersteilzeitregelungen in der Bilanz sowie in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewirkt. Detaillierte Angaben hierzu enthält der Anhang. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

Um die Transparenz der Bilanz zu erhöhen, haben wir auf der Aktivseite den Posten „Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ in die Posten „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ und „Sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ aufgeteilt. Auf der Passivseite wird die in dem Posten „Andere Rücklagen“ enthaltene „Kapitalrücklage“ nunmehr gesondert ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

Mit Wirkung zum 31. März 2013 haben wir mit unserer Tochtergesellschaft Cargus International S.R.L. das inländische Expressgeschäft in Rumänien verkauft. Wir konzentrieren uns dort seitdem auf das internationale Geschäft.

Im zweiten Quartal haben wir im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN unsere Anteile an der DHL Fashion (France) SAS, der US-amerikanischen Exel Direct Inc. und der ITG GmbH, Deutschland, sowie deren Tochtergesellschaften veräußert. Alle Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften waren zuvor in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden umgegliedert worden.

Im Unternehmensbereich BRIEF haben wir zum 28. Juni 2013 die optivo GmbH erworben, einen der führenden deutschen Dienstleister für E-Mail-Marketing. Damit ergänzen wir unser Angebot und bauen dieses Geschäft weiter aus.

Im zweiten Quartal haben wir 50 % unserer Anteile an der Deutsche Post Mobility GmbH an den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) verkauft. Seit Oktober 2013 betreiben wir gemeinsam ein Fernbusliniennetz und haben mit dem „ADAC Postbus“ den liberalisierten Markt für Fernbusse betreten.

Ende Juli haben wir die RISER ID Service GmbH, den Marktführer für elektronische Melderegisterauskünfte, erworben. Die Gesellschaft ergänzt das Angebot im Unternehmensbereich BRIEF für digitalisierte Adressrecherchen.

Im vierten Quartal haben wir unsere Anteile an der britischen Tradeteam Limited von 50,1 % auf 100 % erhöht.

 

Konzernumsatz sinkt währungsbedingt um 0,8 %

Im Geschäftsjahr 2013 ist der Konzernumsatz leicht um 0,8 % auf 55.085 MIO € gesunken (Vorjahr: 55.512 MIO €). Der im Ausland erwirtschaftete Anteil hat sich von 69,7 % auf 69,0 % verringert, vor allem weil negative Währungseffekte den Umsatz mit 1.738 MIO € belastet haben. Änderungen im Portfolio haben den Umsatz um 287 MIO € geschmälert. Im vierten Quartal lag der Umsatz mit 14.494 MIO € um 0,6 % unter dem Vorjahreswert (14.577 MIO €). Währungseffekte von 607 MIO € und Änderungen im Portfolio haben ihn negativ beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 207 MIO € auf 1.961 MIO € zurückgegangen. Im Vorjahr sind nicht mehr benötigte Rückstellungen für das US-Expressgeschäft aufgelöst worden.

Konzernumsatz

Geringere Transportkosten

Der Materialaufwand ist vor allem wechselkursbedingt um 651 MIO € auf 31.212 MIO € gesunken.

Der Personalaufwand lag mit 17.785 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres (17.770 MIO €). Die Personalkosten im Unternehmensbereich BRIEF und die gestiegene Mitarbeiterzahl im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN haben erhöhend gewirkt, während Währungseffekte ihn sinken ließen.

Die Abschreibungen lagen mit 1.341 MIO € ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (1.339 MIO €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 196 MIO € auf 3.847 MIO € zurückgegangen. Im Vorjahr hat unter anderem die Umsatzsteuernachzahlung erhöhend gewirkt.

 

Entwicklung Umsatz, sonstige betriebliche Erträge und operativer Aufwand
 
    MIO €   %    
Umsatzerlöse
 
  55.085
 
  –0,8  
  • Wachstumstrends im deutschen Paketgeschäft und im internationalen Expressgeschäft weiterhin intakt
  • Währungseffekte mindern Konzernumsatz um 1.738 MIO 
Sonstige betriebliche Erträge   1.961   –9,5  
  • Vorjahr enthielt unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für das US-Expressgeschäft
Materialaufwand   31.212   –2,0  
  • Vor allem wechselkursbedingt gesunken
Personalaufwand

 
  17.785

 
  0,1

 
 
  • Gestiegene Mitarbeiterzahl, vor allem im Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN
  • Höhere Personalkosten im Unternehmensbereich BRIEF
  • Währungseffekte mindern Personalaufwand
Abschreibungen   1.341   0,1  
  • Auf Vorjahresniveau
Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.847   –4,8  
  • Vorjahr enthielt unter anderem die Umsatzsteuernachzahlung

 

Konzern-EBIT um 7,4 % verbessert

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf 2.861 MIO € verbessert. Im vierten Quartal ist es um 7,0 % auf 885 MIO € gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich von –456 MIO € im Vorjahr auf –289 MIO € verbessert. Im Jahr 2012 war es unter anderem durch den Zinsaufwand aus der Umsatzsteuernachzahlung belastet gewesen, während der Abgangseffekt aus dem Verkauf der Postbank erhöhend gewirkt hat. Im Berichtsjahr sind die Zinsaufwendungen für Pensions- und sonstige Rückstellungen aufgrund niedrigerer Zinssätze gesunken.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich um 16,4 % auf 2.572 MIO € verbessert.

Die Ertragsteuern lagen mit 361 MIO € um 86 MIO € unter dem Vorjahreswert, auch weil wir uns mit der Betriebsprüfung zu offenen Sachverhalten aus den Jahren 2006 bis 2008 geeinigt und eine Steuerverbindlichkeit aufgelöst haben.

Konzern-EBIT

Jahresergebnis und Ergebnis je Aktie deutlich verbessert

Das Konzernjahresergebnis hat sich von 1.762 MIO € auf 2.211 MIO € verbessert. Davon stehen 2.091 MIO € den Aktionären der Deutsche Post AG und 120 MIO € den nicht beherrschenden Anteilseignern zu. Auch das Ergebnis je Aktie ist gestiegen – unverwässert von 1,36 € auf 1,73 €, verwässert von 1,30 € auf 1,66 €.

 

Dividende von 0,80 € je Aktie vorgeschlagen

Unsere Finanzstrategie sieht vor, grundsätzlich 40 % bis 60 % des Nettogewinns aus Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher den Aktionären auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2014 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,80 € je Aktie (Vorjahr: 0,70 €) auszuschütten. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf das Konzernjahresergebnis, das auf die Aktionäre der Deutsche Post AG entfällt, beträgt 46,2 %. Berechnet auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Nettodividendenrendite von 3,0 %. Die Dividende wird am 28. Mai 2014 ausgezahlt und ist für inländische Investoren steuerfrei.

Ausschüttungssumme und Dividende je Stückaktie

Gewinn nach Kapitalkosten erhöht

Das EAC hat sich im Jahr 2013 von 1.331 MIO € auf 1.499 MIO € verbessert, vor allem dank der gestiegenen Ertragskraft der Unternehmensbereiche BRIEF und EXPRESS. Die Kapitalkosten haben sich moderat um 2,1 % erhöht, was vorwiegend auf die gestiegene Investitionstätigkeit in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist.

 

EBIT after Asset Charge (EAC, Gewinn nach Kapitalkosten)
MIO €
    2012
angepasst1
  2013   +/– %
EBIT   2.665   2.861   7,4
Kapitalkosten   –1.334   –1.362   –2,1
EAC   1.331   1.499   12,6
  1. 1 Vorjahreswerte aufgrund einer überarbeiteten Berechnungsgrundlage angepasst

 

Die Nettovermögensbasis ist im Berichtsjahr um 106 MIO € auf 15.330 MIO € leicht gesunken. Dazu haben die Veränderungen im Nettoumlaufvermögen durch das gute Working Capital Management beigetragen. Die Investitionen in IT-Systeme, der Erwerb von Frachtflugzeugen sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Lagerhäuser, Sortieranlagen und den Fuhrpark sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, konnten den abschreibungs- und wechselkursbedingten Rückgang der immateriellen Vermögenswerte jedoch nicht ausgleichen.

Für den Rückgang der operativen Rückstellungen ist unter anderem der Verbrauch eines Teils der Rückstellung für Postwertzeichen verantwortlich. Außerdem haben die verringerten sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die Nettovermögensbasis gesenkt.

 

Nettovermögensbasis (unkonsolidiert)
MIO €
    31. Dez. 2012
angepasst1
  31. Dez. 2013   +/– %
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Firmenwert   18.860   18.698   –0,9
Nettoumlaufvermögen (Net Working Capital)   –503   –675   34,2
 Operative Rückstellungen (ohne Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen)  
–2.825
 
–2.633
 
–6,8
Sonstige langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten   –96   –60   –37,5
Nettovermögensbasis   15.436   15.330   –0,7
  1. 1 Vorjahreswerte aufgrund einer überarbeiteten Berechnungsgrundlage angepasst
Geprüft
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